Aktuelles

 

150 Jahre Pariser Commune

Die Ideen der Pariser „Commune“ gingen ebenso wie ihre Lieder um die Welt. Viele Künstler*innen beteiligten sich aktiv am Aufstand, so die Chanson-Dichter Eugène Pottier, Jean-Baptiste Clément und die anarchistische Aktivistin und Poetin Louise Michel.

Zum 150. Jahrestag der Pariser „Commune“ präsentiert der Bremer Liedermacher Michael Zachcial (Die Grenzgänger) gemeinsam mit einer Vielzahl von Kolleginnen und Kollegen aus Musik, Theater und Wissenschaft und dem IG Metall-Bildungszentrum Sprockhövel die „72 Tage der Kommune“: ein so noch nicht dagewesenes Chanson-Geschichten-Spektakel!

Vom 18. März bis 28. Mai erklingen viele ihrer Lieder erstmals in deutscher Übersetzung. Die Ideen der „Commune“ werden vorgestellt, handelnde Personen portraitiert und Ereignisse nachempfunden. Im Mai erscheint das Doppel-Album (auch als Download möglich) „Die Lieder der Commune“.  Vorbestelllung über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (für IG Metall Mitglieder von 10,- Euro, regulär 16,90 Euro)

 

 

Industriepolitik für die sozial-ökologische Transformation?

Online-Debatte am Mittwoch, 10.03.2021, 18:30h

Auch wenn die öffentliche Debatte und die politische Agenda stark auf die Pandemiebekämpfung ausgerichtet sind, so gibt es doch einen bemerkenswert breiten Konsens darüber, dass es nach der Pandemie kein „Weiter so wie zuvor“ geben kann. Die sozial-ökologische Transformation ist bereits in vollem Gange, mit all ihren Konflikten und Widersprüchen, aber auch den Chancen für mehr Beschäftigung: Neue Arbeitsplätze in Zukunftstechnologien entstehen, allerdings nicht zwangsläufig in Deutschland. Anhand von Schlüsselindustrien für die sozial-ökologische Transformation wollen wir diskutieren, ob und wie eine aktive Industriepolitik zur Akzeptanz der Transformation beitragen kann.

Stichwort Energiewende: Welche Lehren lassen sich aus der Entwicklung der Solar- und Windindustrie der letzten Jahre ziehen?

Stichwort Mobilitätswende: Kann die Bahnindustrie in Deutschland eine neue Leitindustrie werden?

Impulsvortrag: Prof. Dr. Claudia Kemfert, DIW
Kommentar I: Frederik Moch (DGB-Bundesvorstand)
Kommentar II: Wilhelm Diebitsch (Betriebsrat bei Alstom/Bombardier Hennigsdorf)
 
Die Online-Debatte findet im Zuge der inhaltlichen Fotzsetzung der Tagung "Transformation und Demokratie" vom 15. Januar am Mittwoch, den 10.03.2021, von 18:30 bis 20:30 Uhr statt, veranstaltet vom Forum Neue Politik der Arbeit.
Alle angemeldeten Teilnehmer*innen bekommen am 09.03.2021 den Link zur Veranstaltung per Email zugeschickt.
Anmeldungen bitte bis zum 08.03.2021 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Gute Arbeit - Ausgabe 2021

Unter dem Titel "Demokratie in der Arbeit - Eine vergessene Dimesion der Arbeitspolitik?" ist die diesjährige Ausgabe erschienen. Sie beschäftigt sich mit vier Schwerpunktthemen:

  1.  Demokratisierung als Schlüsselaufgabe
  2.  Beiträge aus der Wissenschaft
  3.  Demokratisierung der Arbeit - Ansätze aus gewerkschaftspolitischer Sicht
  4.  Beiträge aus der Praxis - "Demokratische Arbeit" in der Bewährung

Mehr unter https://www.bund-verlag.de/buecher/jahrbuch-gute-arbeit

 

Eine Webpage für Elmar

"Elmar war kein „Altmarxist“: Dieser Begriff konnte nur einem offenbar besonders ahnungslosem FAZ-Schreiber in den Kopf kommen, der in seiner neoliberalen Verblendung jegliche Beschäftigung mit Marx und mit dem Marxismus schon als solche für „alt“ im Sinne von überholt und erledigt hält. Elmar wusste zwar durchaus auch traditionelle Marxisten wie Eugen Vargas oder Ernest Mandel zu würdigen – den ersteren hat er neu herausgegeben, für die Berufung des letzteren nach Westberlin hat er gegen das von Innenminister Hans-Dietrich Genscher verhängte Einreiseverbot mit gestritten. Aber er war eben auch einer der Wortführer der sorgfältigen Neulektüre von Marx, welche diesen seit den 1960er Jahren – nicht nur in Westberlin und in Westdeutschland, sondern weltweit – aus seiner Vereinnahmung als Parteiideologe durch die (sich immer tiefer spaltende und historisch marginalisierende) „kommunistische Weltbewegung“ befreit und Marx dadurch als radikalen, kritischen Theoretiker wieder virulent gemacht hat. Im Gegensatz zu den Verstrickungen auch noch Ernest Mandels in eine Historisierung der Marxschen Theorie, durch die diese gleichsam ins 19. Jahrhundert eingesperrt und für die gegenwärtigen Formen der Herrschaft der kapitalistischen Produktionsweise im sog. „Spätkapitalismus“ letztlich nicht mehr relevant betrachtet wurde, gehörte Elmar zu denjenigen, welche Marxens unvollendet gebliebene Kritik der politischen Ökonomie auch theoretisch für die Gegenwart ernst nahmen – und sie daher daraufhin abklopften, wie sie weiterzuführen und zu erweitern ist." (Frieder Otto Wolf in: der Freitag vom 07.05.2018)

Am 1. Mai 2018 verstarb unser langjähriges Mitglied und Förderer Elmar Altvater. Zur Erinnerung an Elmar und sein Wirken verweisen wir auf die Website www.elmaraltvater.net.